Tuareg: Leben und lernen am Rande der Wüste

Im Norden Malis richtet sich das Leben tausender Menschen ganz nach dem Rhythmus der Jahreszeiten. Als Nomaden ziehen die Tuareg von einer Gemeinde zur anderen - auf der Suche nach Weidegründen und Wasser für ihre Tiere. Viele Kinder helfen ihren Eltern bei den anfallenden landwirtschaftlichen Arbeiten und verbringen, je nach Jahreszeit, viel Zeit auf den Weiden und Feldern. An Schule ist da nicht zu denken – vor allem, weil sie kaum lange an einem Ort verweilen. Ihre Eltern wollen sie jedoch nicht das ganze Jahr über in einer Gemeinde zurücklassen und fürchten, dass eine in der Tradition verankerte Erziehung mit der Trennung vom Elternhaus nicht gewährleistet wäre. Um diesen Konflikt zu lösen, half die Welthungerhilfe im Jahr 2007 bei der Errichtung von drei mobilen Schulen. Schon im ersten Jahr meldeten sich 540 Kinder für den Unterricht an, der in traditionellen Zelten und Hütten verlässlich an jedem neuen Lagerplatz abgehalten wird. Die Lehrer wandern mit. Kinder aus Familien, die für die Versorgung ihrer Tiere von Weideplatz zu Weideplatz ziehen, können so ihre Lebensweise mit einer guten Schulausbildung verbinden.

Mit Unterstützung des Welternährungsprogramms unterhält die Welthungerhilfe außerdem ein Schulspeisungsprogramm. Dies bedeutet für die zumeist sehr armen Eltern einen weiteren Anreiz, ihre Kinder zur Schule zu schicken. Die Förderung des Schulbesuches ist eine Investition in die Zukunft einer ganzen Region. Dank Ihrer Teilnahme an Befragungen des YouGovPsychonomics MaklerPanel konnten wir dieses Projekt im Jahr 2011 bisher insgesamt mit 3.000 € unterstützen.

Tuareg Kinder